BEARBEITUNGSPRAXIS IN DER OPER

DES SPÄTEN 18. JAHRHUNDERTS

 

Bericht über die Internationale wissenschaftliche Tagung vom 18. bis 20. Februar 2005 in Würzburg

 

In Verbindung mit Armin Raab und Christine Siegert

herausgegeben von Ulrich Konrad

 

2007. 344 S. mit zahlreichen Notenbeispielen. gr-8º. Leinen.

(Würzburger musikhistorische Beiträge. Hg. v. Ulrich Konrad;

Bd. 27). 978 3 7952 1224 7.

€ 70.–

 

Vorliegender Band nähert sich am Beispiel von Haydns Tätigkeit als Opernkapellmeister, einem allgemeinen Phänomen der Opernpraxis des 18. Jahrhunderts: Dem Umstand, dass Opern, wenn sie an anderen Orten nachgespielt wurden, den Bedürfnissen des jeweiligen Theaters angepasst und zum Teil noch während der Aufführungsserien weiter modifiziert wurden.

Im Zuge der Beschäftigung mit den Quellen Haydns hat sich gezeigt, dass die Überlieferung für seine Tätigkeit in Esterháza zwar besonders dicht, aber durchaus nicht singulär ist. Für andere regionale, institutionsgeschichtliche und personelle Zusammenhänge existiert ebenfalls reichlich Material, das aussichtsreiche Anknüpfungspunkte für eine weitergehende Forschung bietet.

 

MICHELE CALELLA: Zwischen Autorwillen und Produktionssystem. Zur Frage des "Werkcharakters" in der Oper des 18. Jahrhunderts. ALBERT GRIER: "ridotta á vera opera"? Zur Praxis der Libretto-Bearbeitung im 18. Jahrhundert am Beispiel Metastasios. CHRISTINE SIEGERT: Joseph Haydns Bearbeitungen für das Fürstliche Opernhaus in Esterháza. JOHN A. RICE: Bearbeitungen italienischer Opern für Wien 1765 - 1800. MARGARET R. BUTLER: Annäherungen an eine Kontextualisierung der Opera seria in Esterháza. Rückschlüsse aus Turin. PANJA MÜCKE: Zum Bearbeitungsverfahren in Dresden am Beispiel zu Mozarts Opern. KLAUS PIETSCHMANN: Ein theatralisches Abenteuer. Zur Rezeption von Cimarosas L'impresario in angustie im deutschen Sprachraum. THOMAS BETZWIESER: La vera costanza in Paris. Joseph Haydns Laurette (1791) zwischen dramatischer und musikalischer Bearbeitung. ROBERT V. ZAHN: Einlagen Haydns in Guglielmis La quakera spiritosa. DANIEL BRANDENBURG: Dramaturgie und "aggiustamenti" am Beispiel ausgewählter Librettodrucke zu Pasquale Anfossis Opera buffa I viaggiatori felici. MARTINA GREMPLER: Rom als "Umschlagplatz" für die komischen Opern Domenico Cimarosas. Die Bearbeitungen von Il credulo und L'impresario in angustie. ARNOLD JACOBSHAGEN: Reduktion und Beschleunigung. André-Ernest-Modeste Grétrys Zémire et Azor in Esterháza. ULRICH KONRAD: Mozart als Bearbeiter eigener und fremder Opern. ARMIN RAAB: Die Edition von (Opern-) Bearbeitungen in Komponistengesamtangaben.

 
 

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